Wie geht es weiter mit Magento, Adobe und dem Experience Driven Commerce?

Vor etwa einem Jahr hat Adobe Magento übernommen. Damals gab es einige Vermutungen, wie es mit den jeweiligen Lösungen durch die Verschmelzung der beiden Unternehmen weitergeht. Auf der Magento Imagine gab es in diesem Jahr endlich einen konkreten Ausblick.

Der Quellcode bleibt offen

Als letztes Jahr im Juni bekanntgegeben wurde, dass Magento ein Teil von Adobe wird, lag viel Unsicherheit in der Luft. Die größte Sorge galt dem Open-Source-Ansatz der Shopsoftware. Viele in der Community fragten sich, ob das Gespann auch weiterhin auf einen offenen Quellcode setzen würde. 

Ein Jahr später ist klar: Adobe und Magento bleiben auch weiterhin beim Erfolgsfaktor Open Source, um Kundenbedürfnissen und schnellen Anpassungsanforderungen gerecht zu werden. Zumindest vorerst. Schließlich bilden die rund 300.000 Entwickler und Agenturen der Open Source Community das Rückgrat der Shopsoftware. Wie sich das Thema unter dem neuen Fokus auf das Enterprise-Segment in den nächsten Jahren entwickelt, bleibt weiter abzuwarten. Dazu später mehr.

 

Adobe- und Magento-Lösungen werden eins

Die angekündigte Verschmelzung der beiden Unternehmen ist nach unserer Einschätzung noch lange nicht am Ende – ermöglicht den Nutzern aber bereits jetzt zahlreiche wertschöpfende Neuerungen und Möglichkeiten. Wie bereits im letzten Jahr zu erwarten war, wurden dazu einige Adobe Tools in die Magento-Umgebung integriert. 

Zum einen Adobe Stock. Redakteure können nun direkt aus ihrem Shopsystem heraus auf die Stockbilder zugreifen und damit etwa Image Teaser oder Banner über den Page Builder platzieren. 

Zum anderen und für uns noch spannender: Mit der Integration von Adobe Sensei halten jetzt auch Anwendungen der Künstlichen Intelligenz Einzug in Magento. Auf der Imagine wurde vorgestellt, wie das anhand von Produktempfehlungen aussehen kann. Features wie "Kunden interessierten sich auch für" oder "Das könnte Ihnen auch gefallen" werden somit in Zukunft nativ angeboten. Bisher waren dafür Third-Party-Lösungen wie Nosto nötig, die damit obsolet werden könnten. 

 

Faktor Schnelligkeit und Performance via Cloud

Magento und Adobe gehen immer mehr in Richtung Cloud. Das zeigt vor allem eine der größten Ankündigungen auf der Magento Imagine: Neben AWS wird in Zukunft auch auf Azure als Cloud-Lösung gesetzt. Damit wird es erstmalig möglich, die Magento-Architektur nicht nur vertikal, wie es aktuell der Fall ist, sondern auch horizontal zu skalieren. 

Das ist vor allem für eine dynamische Skalierung der Serverleistung von Vorteil. Wenn beispielsweise nur vereinzelte Peaks im Jahr entstehen, das restliche Jahr über die Zugriffe auf den Onlineshop aber eher gering sind. Eine solche horizontale Skalierung haben auch wir im letzten Jahr mit unserer MageSuite Cloud beim Relaunch des Fifa-Onlineshops zur Fußball-WM der Männer verwendet. Die Performance konnte so um ein Vielfaches erhöht werden.

 

Der Fokus liegt auf Enterprise 

Ebenfalls schon an der Ausrichtung von Magento der letzten Jahre abzusehen war der stärkere Fokus auf das Enterprise-Segment. Jetzt wird das vor allem in den Features deutlich, die auf unbestimmte Zeit nur der Commerce Edition zur Verfügung stehen. Ein Beispiel hierfür ist der Page Builder, mit dem Seiten und Inhalte ganz einfach via Drag & Drop erstellt werden können. Ein sehr nützliches Tool für Redakteure – allerdings nur in der kostenpflichtigen Commerce-Version. Auch verschiedene Integrationen sind von der Kommerzialisierung der Konzerne betroffen.

Good to know: Schon im letzten Jahr haben wir mit unserer MageSuite eine Lösung auf GitHub veröffentlicht, die es auch Nutzern der Open Source Edition ermöglicht, ihren Magento Shop für Redakteure zu optimieren und um wertvolle Features zu erweitern. Unter anderem haben wir einen Content Constructor entwickelt, der die Inhalteerstellung direkt für Ihren Shop ermöglicht. Ihre Open-Source-Alternative zum Magento Page Builder. 

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Fazit

Im letzten Jahr hat sich viel getan bei Adobe und Magento. Einiges, was schon bei der Übernahme im letzten Jahr abzusehen war, ist bereits eingetreten oder wird in den nächsten Monaten folgen. Anderes folgt noch. Denn fest steht: Das ist war noch lange nicht das Ende. Auf lange Sicht werden Adobe und Magento voraussichtlich immer mehr zu einer Lösung verwachsen und so den Begriff des Experience Driven Commerce mit ganz neuem Leben füllen. Wir sind gespannt, wie sich das Dreiergespann aus Community, Magento und Adobe in den nächsten Monaten weiter entwickeln wird. 

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