Die 3 größten Herausforderungen bei der Anbindung eines Online Shops an ein bestehendes CMS

Für eine lückenlose User Experience im E-Commerce ist es wichtig, dass Shop-Inhalte und redaktioneller Content, welche dem Kunden wertvolle Entscheidungshilfen rund um die eigenen Produkte vermitteln, übergangslos miteinander verschmelzen. Ein Shopsystem an ein bestehendes Content Management System (CMS) anzubinden, bringt jedoch meist viele Komplikationen und Herausforderungen mit sich, die den Prozess für Shopanbieter erschweren können. Welche das sind, erklären wir in diesem Blogbeitrag.

Entscheidet sich ein Unternehmen mit bestehender Website dazu, einen eigenen Onlineshop aufzubauen, stehen verschiedene Vorgehensweisen zur Wahl. Für Händler mit einem sehr einfachen Shop kann es sich dabei durchaus lohnen, ein E-Commerce-Plugin an das Content Management System anzubinden. Eines der bekanntesten Beispiele hierfür ist das Plugin WooCommerce für Wordpress.

Spätestens mit steigender Komplexität durch hunderte von Content- und/oder Shopseiten kommt diese Lösung jedoch nicht mehr in Frage, ohne mit enormen Herausforderungen für das Unternehmen einherzugehen. Stattdessen eignet sich in diesen Fällen eine All-in-One-Lösung wie die MageSuite, bei der der Shop im Vordergrund steht und die Content-Plattform inkludiert wird. In solchen Fällen empfiehlt sich eine umfangreiche E-Commerce-Plattform wie beispielsweise Magento.

Die Umstellung des bisherigen Content Management Systems ist dabei natürlich mit Aufwand für den Händler verbunden. Verlockender erscheint ein Nebeneinander der Seite im CMS und des Shops im Shopsystem. Die folgenden drei Herausforderungen zeigen aber, warum es Sinn macht, diese Aufwände in Kauf zu nehmen, um mit einer Lösung aus einem Guss zukunftsfähig zu bleiben.

 

 

Mit dem MageSuite CMS lassen sich Content- und Shop-Seiten in Magento mit wenigen Klicks anpassen

 

Herausforderung #1: Übermäßige Bindung von internen und externen Ressourcen

Ist ein Onlineshop erst einmal eingerichtet, ist das Projekt bei weitem nicht beendet. Denn ein Shop ist ein lebendiger Organismus und bedarf fortlaufender Optimierung und Anpassung an die entsprechenden Markt- und Kundenbedürfnisse. Dazu zählt auch die kontinuierliche Wartung, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Dieser Prozess umfasst beispielsweise das regelmäßige Updaten der Shopsoftware oder auch der installierten Module und Extensions. Insbesondere mit Hinblick auf die DSGVO sollte der Shop immer auf dem neuesten Stand gehalten werden, um Abmahnung zu verhindern sowie Kundendaten und Zahlungsinformationen am besten zu schützen. Für die kontinuierliche Wartung eines Onlineshops alleine können im Monat mehrere Personentage an Aufwand einkalkuliert werden – und damit auch die entsprechenden Kosten. In der Regel kommt hier externes Personal zum Einsatz.

Wird der Onlineshop an ein bestehendes CMS angebunden, steigt zudem der Wartungsaufwand, da zwei Systeme gleichzeitig gepflegt und verwaltet werden müssen. Damit einher geht aber nicht nur ein erhöhter zeitlicher Aufwand. Vielmehr kann es im Zuge der technischen Entwicklung auch dazu kommen, dass eines der beiden Systeme seine Schnittstelle so verändert hat, dass nun CMS und Shop nicht mehr einwandfrei ineinandergreifen – eine Gefahr, die bei zwei getrennten Systemen immer besteht und zu enormen technischen Aufwand und damit verbunden Kosten führen kann. Ganz zu schweigen von den daraus resultierenden Performance-Einbußen, die von Kunden heutzutage kaum noch toleriert werden.

 

Herausforderung #2: Höheres Sicherheitsrisiko

Mit steigender Zahl der notwendigen Plugins und Systeme steigt auch das Risiko von Sicherheitslücken. Denn keine Software ist unfehlbar. Gerade populäre CMS wie Wordpress sind laufend Angriffen von Hackern ausgesetzt. Wird in diesem Zusammenhang eine Sicherheitslücke bekannt, muss sie vom Hersteller oder den Anwendern schnellstmöglich behoben werden. Dieser Vorgang erfolgt jedoch in den meisten Fällen manuell und fordert daher viel Zeit – die je nach Sicherheitsproblem knapp bemessen ist. Ein in sich geschlossenes System ist hingegen sehr viel sicherer. Nicht nur, weil der Wartungsaufwand geringer ist oder alle Softwareelemente an einem Ort verwaltet werden können, sondern weil häufig ein Anbieter für alle Funktionen die Verantwortung trägt. Damit ist er in der Lage Neuerungen schneller einspielen zu können, als verschiedene Dienstleister für jede einzelne Lösung. Grundsätzlich gilt: je schlanker eine Softwarelösung ist, umso einfacher lässt sie sich vor Sicherheitslücken schützen und auf dem aktuellsten Stand halten.

 

Herausforderung #3: Datenchaos ist vorprogrammiert

Eine weitere Herausforderung bildet das entstehende Datenchaos, wenn ein Onlineshop angebunden an ein CMS betrieben wird. Häufig muss durch diesen Umstand ein doppeltes Datenmanagement in beiden Systemen geführt werden, beispielsweise zum Bildmaterial, den Produktinformationen oder Formularen. Aber auch die URL-Struktur muss an zwei Orten hinterlegt werden. Dazu kommt, dass eine Daten- und Contentpflege an mehreren Stellen zu unübersichtlichen internen Prozessen führt, die schwer durchschaubar und dokumentierbar sind. Eine Zentrale Content-Commerce-Lösung hilft dagegen, die Datenlast Ihrer Seite zu reduzieren und transparente Strukturen für Ihre internen Teams zu schaffen.
In unserer Case Study zu ProSiebenSat.1 Media erfahren Sie, wie das Unternehmen durch den Zusammenschluss von zwei Plattformen seine internen Prozesse vereinfachen und die Performance signifikant steigern konnte.

Zur Case Study

 

Gibt es auch Ausnahmen?

Ja, Ausnahmen gibt es (fast) immer! Bei Anbietern, die neben den Shopseiten eine sehr komplexe redaktionelle Struktur haben, kann sich der Aufwand für ein reines Content Management System wie Typo3 oder NEOS durchaus lohnen. Gleiches gilt für Anbieter mit aufwändigen redaktionellen Prozessen, die Entwurf, Lektorat und Freigabe von redaktionellen Inhalten über mehrere Nutzerrollen hinweg erfordern. Solche Funktionen übersteigen die Anforderungen der meisten E-Commerce-Anbieter und sind deshalb nicht im Funktionsumfang von Commerce-Plattformen enthalten.

 

Fazit

Wenn es darum geht, einen Onlineshop an ein bestehendes CMS zu binden, ist ein Plugin oder ein separates System häufig die einfachere und kostengünstigere Lösung als eine All-In-One-Variante – allerdings nur auf den ersten Blick. Unsere Erfahrung der letzten 20 Jahre zeigt jedoch, dass für die meisten Shopbetreiber mit einer separaten Lösung aus CMS und Shopsystem langfristig deutlich höhere Aufwände für Sicherheit, Performance, Wartung und interne Prozesse einhergehen, als mit einer übergreifenden Lösung. Aus unserer Sicht ist daher eine übergreifende Content Commerce-Plattform mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche und einem zentralen Ansprechpartner für alle Fragen die wirtschaftlich nachhaltigste Lösung.
Mehr Infos zur MageSuite finden Sie hier. Sie haben noch Fragen? Dann helfen wir Ihnen gerne weiter.

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